Heinrich und das Licht

Mein Name ist Heinrich Göbel. Ich bin in Springe, Deutschland, geboren.

Springer, hatte der Gerichtsschreiber geschrieben. So stand es nun in den Akten. Springe, Springer, alles einerlei, in diesem fernen, fremden Land. Ob dort die Haller entspringt, oder ob sie entspringert, was kümmert die das hier, klagte Sophie. Und wo wir entsprungen oder entsprangen, auch das bedeutet ihnen nichts. Wo ist das Haus, Heinrich, das du mir versprochen hast? Wo ist dein Ruhm, um dessentwillen wir so weit gekommen sind?

Früh zeigte ich Erfindergeist. Schon mein Lehrer bemerkte das.

Der Mann von der Lampenfabrik hatte nichts dem Zufall überlassen. Er war den Ursprüngen der Glühbirne auf den Grund gegangen, die in Springe am Deister lagen, nicht in New Jersey. Mit der Hilfe der gesamten Familie. Das alte Zeugnis hatte Heinrichs Enkel gefunden, John junior. Er liebte es, in Schränken zu stöbern. Wie und warum Heinrich und Sophie es mitgenommen hatten auf die Ozeanüberquerung mit zwei kleinen Kindern, daran konnte sich niemand mehr erinnern. Vielleicht eine Art siebter Sinn, eine Vorahnung der Herausforderungen, die jetzt vor uns liegen, glaubte der Mann von der Lampenfabrik.

Heinrich ist erfinderisch, hatte der Lehrer in sein Zeugnis geschrieben. Da war er erst neun Jahre alt gewesen.

 

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