Heinrich und das Licht

Seit dem Vorfall beim Notar haben wir gebrochen. Ich bedaure das sehr. Die Göbels gehören zu unseren ältesten Freunden. Henry habe ich immer für einen großen Erfinder gehalten. Wir hatten gut zusammengearbeitet. Doch nachdem dieser Kapitalist aufgetaucht war, ihm versprach, ihn zu einem reichen Mann zu machen, da war er nicht mehr er selbst.

Die Lampe aber, die er erfunden hatte, vor so vielen Jahren, lange vor dem Anderen, die fand Heinrich nicht.

Mir kamen Henry Göbels Lampen sehr vielversprechend vor, als ich davon in der Zeitung las. Damals war das Glühlicht ja im aller Munde und so manch einer verdiente viel Geld damit. Also sicherte ich mir eine Option auf die Verwertung seiner Erfindung. Doch er konnte die Lampen nie finden, die er angeblich vor Jahren schon entwickelt hatte. Ich verlängerte meine Option zweimal, schließlich ging ich so zu der Firma, ohne Beweis in der Hand. Ich dachte, was ich von Göbels Erfindung zu erzählen hatte, sei bedeutsam genug, dass sie zahlen würden, um seine Ansprüche abzufinden, für alle Fälle. Doch die schienen von all dem nichts zu halten. Wir kamen dem nicht einmal nahe, über Geld zu reden. Am Ende wurde ich gänzlich enttäuscht, verlor meinen gesamten Einsatz und viel Zeit dazu.

 

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